„ИЗБЕГАВАХ СЕТИТИ СЕ“

Момчило Настасијевић
Serbische Gefangene im KGL Mauthausen
Српски заробљеници. На капама им је пришивен затворенички број, који су сви морали видно да носе. Само су официри били ослобођени те обавезе.

Пројекат

Die Inhalte dieser Plattform basieren auf den Erkenntnissen einer im Jahr 2012 begonnenen Forschung zur Sozial- und Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs. Auf dieser Website wird eines der Themen aus meiner laufenden Forschung präsentiert: Einerseits serbische Kriegsgefangene und Internierte in Österreich-Ungarn, andererseits österreich-ungarische Kriegsgefangene im Königreich Serbien. Die Ergebnisse werden laufend veröffentlicht und hier präsentiert.

Für die ideenbringenden kritischen Gespräche sowie die tatkräftige Hilfe bei der Quellensicherung und ihrer Bearbeitung bedanke ich mich von ganzem Herzen bei meinen Kolleginnen und Kollegen sowie Freunden und Freundinnen aus Österreich, Serbien, Deutschland, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Slowenien, Ungarn, Italien, Großbritannien, Griechenland, Bulgarien und der Schweiz.

Besonderer Dank beim Erforschen des Themas Kriegsgefangenschaft gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Österreichischen Schwarzen Kreuzes sowie Goran Miletić, der diesen Webauftritt redaktionell aufbereitet und technisch umgesetzt hat.

Die Analyse des propagandistischen Sprachgebrauchs in Österreich-Ungarn und im Königreich Serbien im größeren soziopolitischen Kontext stellte den ersten Untersuchungsgegenstand dar. Anfänglich lag der Fokus auf  Pressetexten der Vorkriegs- und Kriegszeit. Hierzu war das Zusammentragen und Analysieren des sprachlichen Ausdrucks in der serbischen und österreichisch-ungarischen Literatur, in Selbstzeugnissen sowie in den Medien zur Zeit des Ersten Weltkriegs erforderlich. Sie wurden nebst weiteren ausgewählten Texten nach dem Zeit-Raum-Ereignis-Kriterium systematisiert und ihre gegenseitigen Bezüge ermittelt.

Zur Erstellung des Untersuchungstextkorpus wurde in einer ersten Phase Recherchearbeit in Bibliotheken betrieben, um Presse, Ego-Dokumente, im Krieg entstandene literarische Werke und Kriegsberichterstattung zusammenzutragen. Die Recherche wurde in Archiven und Bibliotheken in Serbien, Österreich, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro durchgeführt, ebenso wie bei Feldforschungen in ebendiesen Gebieten.

Die Erforschung der in Kriegszeiten von Autoren aus Serbien entstandenen Literatur und Selbstzeugnisse zog zunehmend Interesse auf sich und gewann an Bedeutung. Zusammen mit Texten aus der serbischen Presse und amtlichen Dokumenten wurde dieses Textkorpus unter komparativer Betrachtung zu österreichisch-ungarischen Textquellen analysiert. Dabei zeigte sich, dass das weitere Textkorpus, das Literatur, Selbstzeugnisse und Pressebeiträge von Südslawen der Habsburgermonarchie umfasst, für die Beantwortung der gestellten Forschungsfragen von außerordentlicher Bedeutung ist. Aufgrund des großen Umfangs der nur zum Teil aufgearbeiteten Primärquellen in den Archiven Serbiens, Österreichs und der Länder, die Teil von Österreich-Ungarn waren, sowie in privaten Nachlässen, dehnte sich die Arbeit auch auf weitere Bereiche der Kulturgeschichte aus. Jeder dieser Bereiche konnte zur Klärung der Phänomene und Motive in den jeweils anderen Bereichen beitragen und somit zum Gesamtergebnis verhelfen.

Nach zweijähriger Recherche veröffentlichte ich meine erste Publikation zu diesem Thema, das Buch „Der Große Krieg. Der Erste Weltkrieg im Spiegel der serbischen Literatur und Presse“ (Wien 2014). Hier wurden erstmals Werke serbischer Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs – ihre literarischen Werke, Tagebucheintragungen, Briefe und Notizen – einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht.

Eine weitere Forschungsinspiration boten die sprachwissenschaftlich konzipierten Lehrveranstaltungen im Rahmen meiner Lehrtätigkeit am Institut für Slawistik der Universität Wien, wie beispielsweise „Presse des Ersten Weltkriegs. Fallbeispiel: Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Serbien” sowie „Die Sprache der Kriegsberichterstattung und der Literatur während des Ersten Weltkrieges”. Die Studierenden unterschiedlicher Studienprofile führten eine umfassende und sorgfältige Recherche durch. Bei der Vergabe der Referatsthemen waren ihre Sprachkenntnisse für die Lehrveranstaltungsleiterin von maßgeblicher Bedeutung. Dank dieser Kenntnisse konnten die Studierenden auf die hingewiesenen Textquellen in verschiedenen slawischen Sprachen (Russisch, Bulgarisch, Tschechisch, Slowenisch, Ukrainisch, Serbisch, Kroatisch und Serbokroatisch) wie auch in Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch eingehen. Dadurch wurden weitere Motive und wertvolles Material ans Licht gebracht. Ein Dank an alle diese Studierenden!

Anhand der Hinweise in der Sekundärliteratur wie auch im Zuge der Suche nach Primärquellen wurde deutlich, dass sich eine Fülle von Materialien – darunter Tagebücher, Briefe, Fotos und persönliche Dokumente – noch immer im Privatbesitz der Nachkommen befinden könnte. Um diese Archivalien zu sammeln und dem Untersuchungskorpus hinzuzufügen, wurden mehrere Feldforschungen in Österreich (Wien, Steiermark, Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg) sowie in Serbien (Ortschaften in Nordwestserbien entlang der Flüsse Save, Drina und Kolubara, in Zentralserbien entlang der Flüsse Ibar und Morava bis in die Regionen Sandžak sowie Srem und Banat in der Vojvodina), Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Kroatien durchgeführt. Einige dieser Archivalien (Fotos, Gegenstände, Dokumente etc.) sind unter Forschung zu finden. Der Bestand wird laufend ergänzt.

Die Teilnahme an diversen Fachtagungen aus den Bereichen Sprach-, Literatur- und Geschichtswissenschaft zum Thema des Ersten Weltkriegs sowie das Knüpfen von Kontakten und der Austausch mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern trugen dazu bei, den interdisziplinären und interkulturellen Zugang, der sich bereits durch die herangezogene Literatur ergab, zu bestärken. Die Teilergebnisse meiner Forschung zu den sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Aspekten des Ersten Weltkriegs, primär in Bezug auf Österreich-Ungarn und Serbien, wurden in mehreren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Gastvorträgen, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Interviews auf Deutsch, Serbisch und Englisch in Österreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Griechenland, Serbien, Montenegro und den USA präsentiert (mehr dazu unter Forschung und Präsentationen).

Gordana Ilic Markovic auf dem Lagerfriedhof Mauthausen
Гордана Илић Марковић са књигом умрлих на логорском гробљу Маутхаузен. Фотографија: Петар Вујанић

Селективна биографија

Gordana Ilić Marković studierte Klassische Philologie an der Philosophischen Fakultät in Belgrad sowie Slawistik und Japanologie an der Universität Wien. Sie erwarb den Master am Institut für Slawistik und promovierte mit einer Arbeit über „Aspekte des propagandistischen Sprachgebrauchs” am Institut für Linguistik der Universität Wien. Seit 2004 ist sie Senior Lecturer am Institut für Slawistik der Universität Wien (Linguistik, Kulturwissenschaften, Didaktik). Ihre Forschungsgebiete sind: Sprachpolitik und Sprachgeschichte, Sprache der Medien, südslawisch-österreichische und deutsch-österreichische Kulturbeziehungen, Kultur- und Sozialgeschichte des Ersten Weltkriegs, Mehrsprachigkeit, Fremdsprachenunterricht und Lesekompetenz.

Sie hat Artikel in serbischer, deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und ihre Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen sowie in Gastvorlesungen an mehreren Universitäten in Europa und den USA vorgestellt. Im Rahmen interkultureller Projekte forschte sie auch in Österreich, organisierte und nahm an mehreren Podiumsdiskussionen und Wissenschaftsveranstaltungen für ein breites Publikum teil, um die Wissenschaft zu popularisieren.

Über den Ersten Weltkrieg hat sie zahlreiche wissenschaftliche Artikel sowie mehrere Bücher veröffentlicht, darunter zu den Themenbereichen Sprachpolitik, Kriegspropagandasprache, Literatur im und über den Krieg, Kriegspresse, Kriegsgefangene, Kriegstheater u. v. a.

Селективна библиографија

КЊИГЕ

ВЕЛИКИ РАТ – DER GROSSE KRIEG

Der Erste Weltkrieg im Spiegel der serbischen Literatur und Presse
Промедиа, Беч, 2014., 272 п.

Dieses Buch eröffnet einen für deutschsprachige LeserInnen völlig neuen Blick auf die Katastrophe des Ersten Weltkrieges: Zu Wort kommt die serbische Seite. Wie haben Menschen in Belgrad, Šabac oder Kragujevac, in der Šumadija oder in Südserbien das große Völkerschlachten erlebt? Und wie wurde dieses Trauma in der serbischen Literatur und Presse verarbeitet? Tagebucheintragungen, Memoirenliteratur, Erinnerungen von Zeitzeugen, Gedichte, Erzählungen und Romanauszüge lassen das serbische Bild des Ersten Weltkriegs entstehen. Neben ihrer literarischen oder journalistischen Qualität weisen die Schriften nach 100 Jahren auch einen dokumentarischen Charakter auf. Drei analytische Beiträge begleiten den Band. Nach einem Überblick über die serbische Kunst im Ersten Weltkrieg widmen sich zwei Beiträge den Kriegsereignissen allgemein und speziell in der Stadt Šabac. Vor 1914 wurden in Serbien 80 verschiedene Printmedien gedruckt. Mit der Besetzung durch die beiden Kaiserreiche Deutschland und Österreich-Ungarn im Herbst 1915 wurden diese genauso wie die kyrillische Schrift als solche verboten. Während des Krieges konnten serbische Zeitungen, Zeitschriften, Almanache und Bücher ausschließlich im Exil gedruckt werden. Wie wichtig es war, Medien zu haben, sich einen Platz für Information, Kultur, Weiterbildung oder Humor zu verschaffen, zeigt die Tatsache, dass es auch Zeitungen gab, die handschriftlich verfasst wurden. Dieses Buch lässt alle diese Ausdrucksformen des serbischen Widerstands zu Wort kommen. Mit Texten von: Branislav Nušić, Miloš Crnjanski, Bora Stanković, Stanislav Vinaver, Momčilo Nastasijević, Isidora Sekulić, Rastko Petrović, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus, Archibald Reiss, John Reed, Roda Roda, u.a. und zwei historischen Beiträgen von Anton Holzer und Mile Bjelajac.

Друге рецензије

Dr. Dario Vidojković, Neuere und Neueste Geschichte, Universität Regensburg,
Rezensiert für H-Soz-Kult 

Stefan Bollinger, Buchbesprechung in „Das Blättchen“, Sonderausgabe, 20.04.2015.

Dr. Sabine Kirfel, Philosophische Fakultät, Humboldt Universität zu Berlin,
Rezensiert für „Zeitschrift für Balkanologie“, Harrassowitz Verlag, 2016, 270–273.

Dr. Vesna Matović, Institut für Literatur und Kunst, Belgrad,
Rezensiert in: „Književna istorija“, Časopis za nauku o književnosti, XLVI, 2014, 152,
Naučna kritika, 319–326.

Univ.-Prof. Dr. Dušan Ivanić, Philologische Fakultät, Universität Belgrad
Rezensiert in: „Zbornik Matice srpske za književnost i jezik“, knj. 62 (2014), sv. 3,
Matica srpska, Novi Sad, 866–870.

Buchcover Dnevnik Velikog rata

ДНЕВНИК ВЕЛИКОГ РАТА

Први светски рат у огледалу српске књижевности и штампе
Самиздат Б92, Београд, 2014., 323 п.

Mit dem Sammeln von Auszügen aus Tagebucheinträgen, Briefen und literarischen Werken serbischer, österreichischer wie deutscher Autoren – von jenen, deren Namen und Biografien die Grundlagen der literarischen Moderne oder der politischen und militärischen Geschichte der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts bilden, bis hin zu jenen, die heute mit ihren Schriften über den Ersten Weltkrieg fast namenlos sind und nur wenige Steine in dessen Geschichte und das Mosaik des kollektiven Gedächtnisses eingefügt haben – hat Gordana Ilić Marković mit ihrer sorgfältigen Auswahl ein starkes und eindrucksvolles Bild von Krieg und menschlichen Schicksalen geschaffen. Schriftsteller, Journalisten, Maler, Soldaten und Diplomaten zeugen von der schicksalsschweren Wende, die das Europa der Belle Époque in vier blutigen Jahren auslöschte und nicht nur seine politische Landkarte veränderte, sondern – ähnlich wie die Kriegspsyche Soldaten und Kriege beeinflusste – das Verständnis der Zeitgenossen von der Rolle, Bedeutung und dem Platz künstlerischen Schaffens sowie von dessen Verhältnis zu Politik, Ideologie und Humanismus neu formte. Das von der Herausgeberin ausgewählte Dokumentarmaterial, ihr Einführungstext, die Beiträge der Historiker Mile Bjelajac und Anton Holzer, die wissenschaftlichen Apparate, die Illustrationen, die Chronologie und die biografischen Notizen machen das ursprünglich für den deutschsprachigen Raum verfasste Buch für serbische Leser überaus interessant und notwendig. Das Werk warnt vor der Macht des historischen und kulturellen Vergessens, regt zum Nachdenken über die Beziehung zwischen künstlerischem Schaffen und Kriegszerstörung an und eröffnet die Möglichkeit zu einer komplexeren Sicht auf historische Erfahrungen und Urteile darüber.

Prof. Dr. Milan Ristović, Philosophische Fakultät, Universität Belgrad

РОДА РОДА

Српски дневник извештача из Првог светског рата
Ратни пресбиро Аустроугарске монархије
Прометеј/РТС, Нови Сад/Београд, 2017., 293 п.

Gordana Ilić Marković analysiert den sprachlichen Ausdruck der österreichisch-ungarischen Kriegspropaganda am Beispiel des Kriegswerks von Alexander Roda Roda, einem österreichischen Schriftsteller und Satiriker, der im serbischsprachigen Raum bislang wenig bekannt ist – ein Virtuose der Kurzform und Poesie und der erste Übersetzer der Werke von Petar Kočić und Branislav Nušić. Die Kreativität dieses Erzählers wird im Kontext der Arbeit des k. u. k. Kriegspressequartiers betrachtet, für das Roda Roda tätig war – ebenso wie seine Zeitgenossen Stefan Zweig, Robert Musil, Egon Erwin Kisch, Hugo von Hofmannsthal und andere, deren Kriegstexte ebenfalls Gegenstand dieser Analyse sind. Darüber hinaus enthält das Buch serbische Übersetzungen mit Anmerkungen von Roda Rodas bisher unveröffentlichten Texten aus seinem Vorkriegs- und Kriegswerk als Autor und Publizist, die sich auf das Königreich Serbien beziehen: ausgewählte Artikel aus der österreichisch-ungarischen Kriegspresse, eine Auswahl von Essays, Kurzgeschichten und Aufzeichnungen aus dem privaten Nachlass des Autors sowie Roda Rodas „Serbisches Tagebuch“. Illustrationen aus der österreichisch-ungarischen Presse folgen den Propagandamotiven, die auch in den Begleittexten zu finden sind.

Buchbesprechung in englischer Sprache auf dem serbischen Portal „B92″, 2017.

Univ.-Prof. Dr. Gabriella Schubert, Philosophische Fakultät, Universität Jena
Rezensiert in: Zeitschrift für Balkanologie, Bd.55, Nr. 2 2019, 282-286.

ЧЛАНЦИ

Ein Blatt vom Baum in den Donauwellen: Kriegsgefangenenlager Mauthausen 1914–1918“,
in: Opfergedenken: Mauthausen 1914–1918. Gajić, G. (Hrsg.).
Belgrad-Linz-Wien: Hl. Visarion Verlag, Belgrad, 2023, 102–167.

List sa drveta u talasima Dunava. Vojni zarobljenički logor Mauthauzen 1914–1918“,
in: Gajo Gajić (Hrsg.), Spomen žrtve, Mauthauzen 1914–1918,
Beograd-Linc-Beč, 2023, 101–167.

U potrazi za jednom pričom iz zarobljeništva – Pavle Paja Predragović u Ašahu na Dunavu“,
in: Dragana Grbić, Tatjana Jovićević (Hrsg.), neMIRNA književnost, kultura, ideologija, 
Institut za književnost i umetnost, Posebna izdanja Knjiga LII,
Beograd, 2022, 235–245.

Im eigenen und im fremden Land gefangen: Serbische Internierte des Ersten Weltkrieges in Österreich-Ungarn“,
in:  Kriegsgefangenschaft in Österreich-Ungarn 1914–1918: Historiographien, Kontext, Themen.
Moritz, V. & Walleczek-Fritz, J. (Hrsg.).
Wien: Böhlau Verlag (Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Band 10),
Band 10. 2022, 435–466.

Formiranje državnog identiteta u međuratnom periodu u Kraljevini Srba Hrvata i Slovenaca i Republici Austriji“,
The End of the War, Serbs and the Creation of Yugoslavia: Proceedings of the International Conference. Vojvodic, M. (Hrsg.)
Belgrad: Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste (SANU), Band CXCII / 41, 2021, 233–248.

Bečke godine Vladana Đorđevića“,
in: Vladan Đorđević: Povodom sto sedamdeset šest godina od rođenja.
(Naučni skupovi; Nr. 14, Band Predsedništvo), Kanjuh, Vladimir., Čolović, Radoje. & Delić, Jovan. (Hrsg.),
Belgrad: Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste (SANU), Band CLXXXIX, 2020, 497–514.

Od ‚zemlje patuljka‘ do ‚zemlje napretka: Crna Gora u austrougarskoj periodici Prvog svetskog rata“,
Jedanaesti novembar — sto godina od oslobođenja i ujedinjenja:
Zbornik radova sa naučnog skupa održanog u Herceg Novom 10.–11.11.2018. godine. Perović, D. (Hrsg.).
Podgorica: Matica srpska – Društvo članova u Crnoj Gori, 2020, 201–214.

„Dr. Arčibald Rajs i njegov Izveštaj”,
in: Velibor Vidić (Hrsg.), R.A. Rajs, Austrougarska zverstva.
Izveštaj, Međuopštinski istorijski arhiv Valjevo, Valjevo, 2019.

Živeo rat! Uzvik koji znači isto što i: Živela smrt„:
Srpski civilni i vojni zarobljenici Velikog rata u logorima Austrougarske monarhije
Godine koje su promenile svet. Prvi svetski rat u istoriji i istoriografiji
Zbornik radova sa međunarodne naučne konferencije Andrićev institut 28.–30.06.2018. Perišić, M. (Hrsg.).
Višegrad: Institut „Ivo Andrić“, Band 1, 2019, 205–236.

Papirno naoružanje Prvog svetskog rata: Jezik propagande na primeru Austrougarske monarhije i Kraljevine Srbije„,
Prvi Svetski rat i ujedinjenje: Zbornik radova. Đurić, Đ. (Hrsg.).
Novi Sad: Matica srpska, 2018, 161-198.

World War I’s Boards that Meant Life: The Theatre of Serbian Soldiers and Prisoners of War”,
in: TheMA – theatre music arts. VIII, 1–2, 2019, 105–142.

„Jezičko nasleđe i jezička politika: Kraj Prvog svetskog rata i slovenski svet, Stazama slavistike“
Zbornik radova objavljen u „Politici“ u ciklusu „U susret Kongresu slavista“, februar-avgust 2018. Dragićević, R. (Hrsg.).
Beograd: Savez slavističkih društava Srbije, 2018, 157–161.

Okupacioni list Beogradske novine / Belgrader Nachrichten, 1915–1918”,
in: Naučni sastanak slavista u Vukove dane,
MSC: Prvi svetski rat i periodizacija razvoja srpskog književnog jezika
Dva veka od Vukove Pismenice srpskog jezika.
Beograd: Filološki fakultet, Univerzitet u Beogradu, 2015, 143–156.

„Ratna periodika, dnevnici i memoari kao izvor za proučavanje istorije Prvog svetskog rata: Srem 1914”,
in: Spomenica Istorijskog Arhiva „Srem“,
Sremska Mitrovica, 15, 2016, 97–110.

Aleksandar Roda Roda – ratni izveštač iz Srbije”,
in: Zbornik naučnog skupa „Srpska književnost i Prvi svjetski rat“,
Institut „Ivo Andrić“ Višegrad, 2018, 339–369.

The Snows of Serbia“ by Stevan Iđidović from Jarak. A Youth in the Great War
Spomenica Istorijskog Arhiva „Srem“,
Sremska Mitrovica, 14, 2015, 237–242.

The Serbian literature of the First World War
International Encyclopedia of the First World War
Online-Publikation

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